Wieso gibt man Möbeln Namen? Kann man zu seinem Schreibtisch eine innigere Beziehung aufbauen, wenn er Mikael heißt? Wird die Couch bequemer, wenn sie sich Stuttgart nennt? Fragen, die die Menschheit bewegen. Die vielleicht nicht, aber mich. Ich komme mir irgendwie doof vor, wenn ich zu Herrn Möbelberater gehe und sage: “Ich würde dann gerne ein Mal den Mikael mitnehmen. Wo finde ich denn den Guten?” Geht’s nur mir so oder kingt das einfach albern? Mich als Germanistin schmerzt das gleich doppelt in den Ohren, schließlich handelt es sich hierbei um Personifikationen, wie sie im Buche stehen. Nicht immer schlecht, aber auf Dauer einfach nur nervig.