mindpicnic

November 30, 2007

Na so lass ich mir (Vokabel-)Lernen gefallen! Digitalisierte Karteikästen sind nix neues, aber mindpicnic bietet noch mehr. Man kann hier nicht nur Vokabeln lernen, sondern auch Lektionen anlegen, beispielsweise zu Büchern, die man gerade liest.

Ganz besonders interessant und pädagogisch wertvoll ist die Tatsache, dass man hier nicht nur seine eigenen Karteikarten und Lektionen lernt, sondern diese automatisch mit der ganzen Community teilt. So entstehen quasi digitale Lerngruppen. Der interessierte Benutzer kann neben seinen eigenen Inhalten auch Russisch, Latein, Jura-Begriffe oder was ihn auch immer interessiert in sein Lernpensum aufnehmen. Wiederholt wird automatisch, denn das Programm erinnert in verschieden langen Intervallen daran, die bearbeiteten Karten und Lektionen zu wiederholen.

Tolle Sache!


Wohin mit G8 und Bätschelor?

November 25, 2007

Heute gefunden: Ein interessanter Beitrag in der Zeit. Zwar schon ein paar Wochen alt, jedoch noch immer so aktuell wie am Tag der Veröffentlichung.

http://www.zeit.de/online/2007/12/bildungskolumne-langsamkeit?page=1

Für mich die wichtigste Stelle des Kommentars auf Seite 2:

Der Glaube an den Druck ist hierzulande noch viel stärker als das Vertrauen in die Lernbereitschaft. Entsprechend selten werden für das Lernen einladende Bedingungen geschaffen. Sind vielleicht der Druck und das Misstrauen, von dem viele meinen, sie seien nötig, die größten Lernverhinderer und Zeitfresser? Anhänger des Drucks glauben ja, Ergebnisse ließen sich am besten durch Außensteuerung erzielen. Aber „nicht die Fülle, sondern Intensität“ ermöglicht den Lernerfolg, sagt der Nestor der deutschen Pädagogik Hartmut von Hentig und argumentiert weiter: „Die größte Gefahr kommt der Pädagogik von ihrem eigenen Zweck: Will sie einen guten Menschen machen, wird sie ihn nicht bekommen.“

Lernen ist ein so indirekter und individueller Vorgang, dass das richtige und durchaus notwendige Ziel, Schul- und Studienzeiten zu verkürzen, wenn man es direkt ansteuert, dadurch eher sabotiert wird. Dann werden die Schüler zu Betriebswirtschaftlern ihrer selbst, dann kalkulieren sie, wie viel Engagement sich für welches Fach noch lohnt. Reicht bloße Anwesenheit oder kann man schon den Rest des Fehlstundenkontingents ausgeben.

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